Presseartikel

 

Presseartikel der NABU Gruppe Heuchelheim-Kinzenbach


NABU Gruppe Heuchelheim-Kinzenbach führte naturkundliche Exkursion an der Nordseeküste durch  (Quelle Gießener Allgemeine, September 2012)

(mhh) Die NABU Gruppe Heuchelheim-Kinzenbach unternahm eine vogel- und naturkundliche Reise an die Nordsee nach St. Peter-Böhl. Hier war man im Campus Nordsee zum Teil auch auf dem Gelände des früheren Kreisferienlagers des Landkreises Gießen in St. Peter-Böhl untergebracht. Nach der Ankunft gingen zahlreiche Fahrtteilnehmer durch das Wäldchen und durch die Dünen zum Deich und dann zum Böhler Leuchtturm und genossen bei schönem Wetter die Aussicht auf die davorliegenden Salzwiesen, den Strand und das Wattenmeer.Nach dem Essen sah man sich den Film Nordsee, Wale, Wind und Wellen zur Einstimmung an.

Am nächsten Tag fuhr man eideraufwärts zum Storchendorf Bergenhusen wo man das NABU-Naturschutzzentrum (Michael-Otto-Institut) besuchte und besichtigte und unter sachkundiger Führung durch das Storchendorf und in die Niederungen ging. Im Naturschutzzentrum gab es einen Einführungsvortrag zur Naturlandschaft der Eider-Treene-Sorge-Niederung, der größten zusammenhängenden Grünlandregion in Schleswig-Holstein. In Bergenhusen sah man den einen Winterstorch, der das ganze Jahr dort bleibt. Zuvor hatte man bei der Ankunft in St. Peter-Böhl bereits etwa 2 Dutzend Weißstörche vorbeifliegen sehen. Dann ging es zur malerischen Holländerstadt Friedrichstadt, die man unter sachkundiger Führung besichtigte. Auf der Rückfahrt wurde noch eine Pause in St. Peter-Bad eingelegt, wo man über die Seebrücke zu den Pfahlbauten am Badestrand spazierte. Am Abend wurde ein weiterer Film „Die Geschichte der Nordsee“ angesehen.

Tagsdarauf besichtigte man das Eiderstauwerk, wo ein Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Tönning die Geschichte der Eider, des Baues und die Funktionen des Eidersperrwerks und der neuen Eiderdeiche erklärte. Anschließend fuhr man mit einem Schiff durch die Eiderschleuse über die Eider vorbei am Katinger Watt nach Tönning.

Dabei sah man viele Wasser- und Watvögel sowie einen Seeadler und einen Seehund. Auf dem Schiff wurde ein Probefang von Meerestieren durchgeführt. Die Besonderheiten und Lebensgewohnheiten der Meerestiere (Krebse, Garnelen, Fische) wurden durch eine NABU-Mitarbeiterin erläutert. Nach einem Mittagessen in einer historischen Gaststätte (altes Bauernhaus) ging eine Gruppe unter sachkundiger Führung zum Aussichtsturm und zum Nullgebiet Katinger Watt, wo man viele Wasser- und Schnepfenvögel sehen konnte. Die andere Gruppe ging entlang des Katinger Watts zum Naturzentrum Katinger Watt. Man lernte dort die Naturlandschaft Katinger Watt mit seiner Flora und Fauna ausführlich kennen.

Am nächsten Tag fuhr man mit dem Bus nach Nordstrand und von dort mit einer Expressfähre vorbei an Pellworm zur Hallig Hooge. Hier unternahm eine Gruppe eine Inselwanderung mit Wattwanderung und -führung unter sachkundiger Leitung, während die Übrigen zu einer Gaststätte auf der Hanswarft spazierten. Nach dem Essen besichtigte man die Ausstellung des Naturschutzvereins Schutzstation Wattenmeer mit Außenbereich. Danach fuhr man mit Pferdekutschen nach Landsende im Osten der Insel, wo man entweder eine ornithologische Exkursion oder eine Salzwiesenexkursion unternahm. Unter sachkundiger Führung wurde die Vegetation der Salzwiesen sowie die auf den Sandbänken sitzenden Vögel beobachtet. Es flogen Schwärme von Seevögeln wie Austernfischer vorbei als die Flut dann die Sandbänke zum Teil auch die Salzwiesen überschwemmte. Bei untergehender Sonne ging es mit der Fähre wieder zurück nach Nordstrand und dann mit dem Bus zurück nach St. Peter-Böhl auf der Halbinsel Eiderstedt.

Viele der Fahrtteilnehmer waren bereits als Kinder und Jugendliche oder mit Familien im früheren Kreisferienlager des Landkreises Gießen in St. Peter-Böhl gewesen. Am letzten Tag vor der Abreise wurde zuerst das Nationalparkzentrum Wattforum Multimar in Tönning mit seinen Aquarien, einem Pottwal-Skelett und vielen interessanten Infotafeln und Bildern besichtigt, bevor man in die Kreisstadt von Nordfriesland Husum weiterfuhr. In Husum konnte man in der Altstadt und am umgestalteten alten Hafen bummeln und nahm anschließend an einer interessanten Stadtführung durch die Graue Stadt am Meer teil.

Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen von St. Peter-Ording dem größten Seebad an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Über das Eidersperrwerk, den Nordostseekanal und unter der Elbe durch ging es in Richtung Heimat. Die Fahrtteilnehmer dankten dem 2. Vorsitzenden Dr. Peter Ströde, der aus Schleswig-Holstein stammt, für die gute Vorbereitung und Organisation der NABU-Reise an die Nordseeküste. Auch dem 1. Vorsitzenden Gerhard Wiese, der mit Dr. Ströde die Fahrt leitete wurde gedankt.


Heuchelheim ist eine »Steinkauz-Hochburg« (Quelle Gießener Allgemeine am 11. Juni 2012)

Heuchelheim (tma). Über einen guten Bruterfolg des Steinkauzes freut man sich derzeit in Heuchelheim: In der kleinsten Flächengemeinde des Kreises finden sich neun Brutpaare dieser kleinen Eule, teilten Gerhard Wiese, Vorsitzender des örtlichen NABU- und Vogelschutzbeauftragter, sowie NABU-Aktivist Martin Lack mit.

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Martin Lack mit Steinkauz

»Trotz einer hohen Inanspruchnahme von Flächen durch Baugebiete und anderes und der Tatsache, dass ständig Obstbäume gefällt werden, ist das ein tolles Ergebnis«, sagte Wiese. Der Steinkauz ist Bewohner der Obstwiesen. In alten Bäumen findet er seine Bruthöhlen, im Grünland darunter kann er Mäuse und Großinsekten jagen. Nur intakte Obstwiesen mit passendem Baumbestand und angemessener Bodennutzung können dem Kauz einen Lebensraum bieten. Den Waldrand meidet der Steinkauz, um der Bedrohung durch größere Eulen zu entgehen. Die Naturschützer kritisierten die oftmals unbedachte Fällung von Obstbäumen. Es sei wichtig, abgängige Obstbäume zu ersetzen, um den Lebensraum von Steinkauz und anderen Arten zu erhalten.

Nisthilfen kommen an


Da der Steinkauz gerne Nisthilfen annimmt, konnte der Vogelart in den vergangenen Jahren geholfen werden. Ausweitungen ihres Verbreitungsgebietes gehen maßgeblich auf die Unterstützung mit Nisthilfen zurück. So war Kinzenbach bis in die 90er Jahre die nördliche Verbreitungsgrenze. Allmählich breitete sich die Eule auch nach Rodheim-Bieber und Vetzberg und 2003 nach Krofdorf-Gleiberg aus. Entlang der Lahn und durchs Lumdatal gelangten die Eulen bis ins Amöneburger Becken.

Nach Angaben des NABU verteilen sich die Steinkauz-Reviere am Rande der Lahnaue, am Hardthang des Kropbachs, »Auf der Bölz«, im Bieberbachtal an den Tennisplätzen, hinter Kinzenbach-Süd, im Bereich des Obst- und Gartenbauvereins sowie im Grünen Grund. Im Bereich des Volkenbachs und der Kirschenallee an der Rothell gibt es noch im Verfall befindliche Obstbäume, so dass dort natürliche Höhlen als Brutplätze dienten. Insgesamt konnten Martin Lack und Gerhard Wiese 26 Jungvögel feststellen, die zum Fortbestand der Art beitragen. Dank galt auch der Gemeinde Heuchelheim, da die Nisthilfen bevorzugt auf gemeindlichen Grundstücken – in Absprache mit dem Umweltbeauftragten Thomas Uhrig– angebracht werden. Darüber hinaus setze sich die Gemeinde durch Neupflanzungen für den Erhalt der Streuobstwiesen ein.

Erfolgreiche Zusammenarbeit beim Waldprojekt zwischen Wilhelm-Leuschner-Schule und NABU-Heuchelheim-Kinzenbach (Oktober 2011)

In der letzten Unterrichtswoche vor den Herbstferien stand der Wald im Mittelpunkt des Interesses der Wilhelm-Leuschner-Schule in Heuchelheim. Wald und Kunst hieß das Leitthema, zu dem jede Klasse ihre eigenen Ideen entwickeln konnte. Objekte aus dem Kinzenbacher Wald konnten so zu kleinen Kunstwerken weiterentwickelt werden.

Die Klasse 3c der Grundschule baute dabei auf die Zusammenarbeit mit der Heuchelheimer NABU-Gruppe. Am Dienstag erhielten die Kinder vom NABU-Heuchelheim-Kinzenbach Bausätze für Nistkästen, aus denen sie mit Farbe und Papiertechnik richtige Kunstwerke gestalteten. Der ehemalige NABU-Vorsitzende Günter Schmidt nutzte die Gelegenheit, neben der handwerklichen Unterstützung, den Kindern auch einige ornithologische Kenntnisse nahezubringen. Wie man an den Ergebnissen in de Abbildung sieht, kamen die Kinder bei der Gestaltung der Nistkästen zu unkonventionellen Lösungen. Jedes Kind konnte seinen Nistkasten mit nach Hause nehmen, der als neue Heimstätte für Vogelfamilien das Naturverständnis der Kinder (und der Eltern) fördern wird.

Um den Kindern die Zusammenhänge des Waldökosystems nahe zu bringen, verbrachten die Klassen 3b und 3c den Donnerstag-Vormittag im Wald. Bei einer Exkursion und Geländespielen unter der Führung der NABU-Waldexperten Gitta Spruck, Martin Henkelmann und Dr. Peter Ströde erhielten die die Kinder Informationen vor Ort über Pflanzen und Tiere und ihr Zusammenwirken im Ökosystem Kinzenbacher Wald. Am Donnertag Nachmittag wurden die Ergebnisse des Waldprojekts den Eltern und Angehörigen der Schüler in den Räumen der Wilhelm-Leuschner-Schule präsentiert.Die Begeisterung der Schüler bei Nistkastenbau und Waldexkursion ist Ansporn und Bestätigung für die Zusammenarbeit zwischen Naturschützern und den beteiligten Lehrerinnen, wobei hier besonders die Klassenlehrerin der 3C, Frau Julia Voss als Initiatorin und unermüdliche Handwerkerin (im Falle der Nistkästen)hervorzuheben ist. Im Internationalen Jahr des Waldes wird der NABU Heuchelheim–Kinzenbach im Übrigen auch auf dem Martinsmarkt in Heuchelheim am 06. November das Thema Wald in seinem Infostand in den Vordergrund stellen.


Heuchelheimer Kinder lernen, woher die Milch kommt (Quelle Gießener Allgemeine am 18.09.2011)

Heuchelheim (mhh). Die NAJU-Gruppe Heuchelheim-Kinzenbach besuchte den Bauernhof der Familie Klug in Heuchelheim. Landwirt Hans Klug zeigte die Vielfalt des Bauernhofes bei einem Rundgang und erläuterte die Zusammenhänge.

 

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Die Heuchelheimer Kinder bei Landwirt Klug im Stall (Foto: mhh)

Zuerst besichtigte man die Maschinenhalle mit den landwirtschaftlichen Maschinen und den Ernte-Erzeugnissen. Begeistert zeigten sich die Kinder von dem großen Mähdrescher.
Die Getreidearten wurden vorgestellt und wie das Ernten mit dem Mähdrescher funktioniert. NAJU-Betreuer Martin Henkelmann unterstützte Landwirt Klug mit Plakaten bei seinen Erläuterungen. Auch besichtigte man die Fahrsilos. Mais- und Grassilage werden in die Fahrsilos eingebracht und luftdicht gelagert. Im Anschluss daran wurden die wenige Tage alten Kälbchen in den Boxen begutachtet und gestreichelt. Hans Klug zeigte der NAJU-Gruppe weiterhin den Boxen-Laufstall und erläuterte die Besonderheiten. In dem Boxenlaufstall können sich die Tiere frei bewegen. Der Boden des Stalls ist mit kleinen Spalten versehen, durch die Kot und Harn der Tiere in das Güllesilo gelangen. So bleiben die Tiere sauber. In Liegeboxen, die mit Stroh oder Gummimatten ausgelegt sind, können die Tiere schlafen oder in aller Ruhe wiederkäuen. Zum Fressen kommen sie an den Futtertisch, wo sie frisches Gras, Mais- oder Grassilage erhalten. An einer speziellen Futterstation bekommen sie zusätzlich Getreideschrot und Eiweißfutter.Im Melkstand zeigte Landwirt Hans Klug den jungen Umwelt- und Naturschützern, wie Kühe gemolken werden. Sichtlich erstaunt waren die Kinder über diesen Vorgang. Zwei Mal am Tag gehen die Kühe in den Melkstand. Hans Klug erläuterte weiterhin, wie die Milch im Kuheuter entsteht und wie die Milch über den Milchtank zu den Molkereien gelangt. Die Kinder bekamen einen tiefen Einblick wie ein Bauernhof funktioniert. Die NAJU-Betreuer Martin Henkelmann und Doris Jaksch dankten Klug für die interessante Führung.

»Cemex« ausgezeichnet als Schwalbenfreundlicher Betrieb (Quelle Gießener Allgemeine im August 2011)

Heuchelheim (tma). Thilo Orgis, Projektmanager der Fa. Cemex, konnte kürzlich die Auszeichnung »Schwalbenfreundliches Haus« in Empfang nehmen.

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Gerhard Wiese vom NABU Heuchelheim überreicht Urkunde und Plakette an Projektmanager Thilo Orgis. (Foto: bf)

Gerhard Wiese überreichte Urkunde und Plakette im Auftrag des NABU-Kreisverbands Gießen und des NABU Heuchelheim-Kinzenbach. »Es dreht sich hier zwar nicht um ein Gebäude mit Nestern von Mehl- oder Rauchschwalben, aber auf dem Betriebsgelände wird jährlich eine Brutmöglichkeit für Uferschwalben geschaffen«, begründete der Heuchelheimer NABU-Vorsitzende und Vogelschutzbeauftragte die Ehrung. Die Uferschwalbe sei die kleinste heimische Schwalbenart. Da sie ihre Nester in Steilwände von Flussufern und Halden kratzt, sei sie sehr selten. Im Landkreis gebe es nur vier bis fünf Brutvorkommen. »Der Schutz der Uferschwalben ist uns daher ebenfalls sehr wichtig, die Art ist bei uns praktisch auf die Mitwirkung von Sandgrubenbetreibern angewiesen. Mit der Auszeichnung wollen wir dokumentieren, dass die Zusammenarbeit zwischen Cemex und dem NABU auf einem fruchtbaren Boden steht«, erläuterte Wiese.



Kleine Naturschützer erkundeten den Bieberbach (Quelle Gießener Allgemeine im August 2011)

Heuchelheim (mhh). Im Rahmen der Heuchelheimer Ferienspiele lud die Naturschutzbund-Gruppe Heuchelheim-Kinzenbach zum Angebot »Bach erkunden und erleben« am Bieberbach ein. Die 26 »Ferienspieler« machten Naturerfahrungen, erhielten Informationen, spielten und hatten jede Menge Spaß rund um den Bieberbach.

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Die jungen Naturforscher entdeckten die vielen unterschiedlichen Tierarten im Bieberbach in Heuchelheim. (Foto: mhh)
Die sechs- bis achtjährigen naturinteressierten Kinder sammelten - mit Eimern, Pinseln und Küchensieben ausgerüstet - kleine Tiere aus dem Bieberbach. Die meisten Tiere befanden sich unter den Steinen und wurden mit Hilfe der Pinsel und Siebe vorsichtig abgelöst und in den Eimern gesammelt. Anschließend bestimmten die jungen Naturfreunde die Funde gemeinsam mit den Betreuern Gitta Spruck, Doris Jaksch und Martin Henkelmann. Im Bieberbach fand die Gruppe Bachflohkrebse, Egel, Köcherfliegenlarven, Wasserasseln und Stichlinge. Nach der Beobachtung und Bestimmung der Tiere legten die Kinder zunächst eine Frühstückspause ein.

Im Anschluss fand der eigentliche Höhepunkt statt - die Bachwanderung Durch bunte Gummistiefel geschützt und mit Rucksäcken bepackt, wanderte man durch den Bieberbach - teilweise unter Brücken hindurch - bis zum Heuchelheimer Wehr. Dort erhielten die Kinder die Information, dass mit dem Bachwasser früher die Lahnwiesen bewässert wurden und diese Stelle den damaligen Bewohnern als Heuchelheimer Schwimmbad gedient hatte. Mittlerweile wird mit Hilfe des Bachwehrs über Kanäle die Eisbahn bewässert. Am Ziel der Bachwanderung angekommen, bauten die Ferienspielkinder mit Schaufeln und Baumaterial einen Staudamm.

 

Wald als Erkundungsziel für junge Naturforscher (Quelle Gießener Allgemeine 22.07.2011)

Heuchelheim (mhh). Im Rahmen der Heuchelheimer Ferienspiele begrüßte die Naturschutzbund-Gruppe (NABU) Heuchelheim-Kinzenbach dieser Tage 14 Jungen und Mädchen zu dem Angebot »Wald erkunden und erleben« im Kinzenbacher Forst. Spiele und Informationen rund um den Wald standen auf der Tagesordnung.

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Auch Naturforscher brauchen mal eine Pause: Die Kinder rasteten auf einem umgefallenen Baumstamm. (Foto: mhh)
Die »Ferienspieler« erfuhren einiges über den Lebensraum Wald und lernten spielerisch biologische Zusammenhänge kennen. Bei dem Spiel »Wir bilden einen Baum« wurde den Kindern auf spielerische Art und Weise gezeigt, wie beispielsweise der Nahrungshaushalt in einem solchen funktioniert. Die Kids lernten die unterschiedlichen Laub- und Nadelbäume und deren Bestandteile ausführlich kennen. Mit verbundenen Augen mussten sie das Rindenmuster der verschiedenen Baumarten fühlen und ertasten. Ein weiteres Spiel sollte die Aufmerksamkeit schulen. Dabei mussten die Ferienspielkinder gefärbte Plastikgegenstände am Wegesrand finden. Manchmal ähnelten die Gegenstände - vor allem farblich - der Vegetation des Waldes und waren somit nicht so einfach zu lokalisieren. In diesem Zusammenhang erläuterte Gruppenleiterin Gitta Spruck auch die Tarnung und Warnfarben der Tiere und Pflanzen des Waldes.

Im Anschluss wanderte der Tross weiter durch den Kinzenbacher Wald. Die Gruppe nutzte einen umgefallenen Buchenstamm, um verschiedene Balancierspiele auszuprobieren. Dabei brachte Spruck den Kids die Funktion des Totholzes näher.

Aus sicherer Entfernung beo-bachteten die jungen Naturforscher außerdem das scheinbar planlose Treiben und Gewimmel auf einem Ameisenhaufen. Die Kinder begutachteten staunend die »Waldpolizei« (Ameisen) sowie die Verfärbung einer
Glockenblume durch Ameisensäure.

An einem Baumstammlager zählten die Kinder die Anzahl der Ringe innerhalb des Stammes und bestimmten so das Alter der dort liegenden Bäume. Am Ende der Wanderung sammelten die Teilnehmer mit Hilfe einer Suchliste Zapfen, Blätter und Samen. 

 
 
Wertvoller Lebensraum

Gießener Allgemeine, am Montag den 23. 11.2009

Heuchelheim (pm). Mitglieder der NABU-Ortsgruppe Heuchelheim-Kinzenbach arbeiteten am kleinen Steinbruch an der Krofdorfer Straße im Talgrund des Bieberbachs. Nach Absprache mit dem Umweltberater der Gemeinde Heuchelheim, Thomas Uhrig, und der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Gießen wurde der Arbeitseinsatz organisiert. Der Steinbruch war durch Brombeersträucher und Kirschbaum-Austriebe zugewachsen - diese beeinflussen nachteilig den Lebensraum für wärmeliebende Tierarten wie zum Beispiel die Zauneidechse und die Blindschleiche. Mit Hilfe von Motorsägen, Motorsensen und Astscheren wurde die Fläche teilweise entbuscht.
Mitarbeiter des Gemeindebauhofs waren verantwortlich für die Abfuhr des Schnittmaterials.
Weiterhin wurde die angrenzende Talaue des Bieberbaches von Hochstauden und Brombeersträuchern befreit, um die Beweidung mit Rindern der Interessengemeinschaft Rotes Höhenvieh aus Wettenberg vorzubereiten. Die NABU Ortsgruppe Heuchelheim-Kinzenbach ist Mitglied in der Interessengemeinschaft Rotes Höhenvieh Wettenberg und fördert damit die extensive Beweidung der heimischen Landschaft durch die seltene Rasse. Im Zuge des Arbeitseinsatzes wurden Steinhaufen und Sickermulden freigelegt, die sich zeitweise mit Wasser füllen und einen seltenen Lebensraum für Pflanzen- und Tierarten darstellen.


 

Uferschwalben

Die Ansprüche der Uferschwalbe an Brutplätze sind zum Teil schwieriger zu erfüllen, als die ihrer Verwandten. Denn Steilufer und andere Wände sind recht selten, und so nutzen die Uferschwalben gerne auch künstliche Steilwände in Sandgruben und Halden. Hier sind sie wie Mehl- und Rauchschwalbe auf das Wohlwollen des Menschen angewiesen.

In Heuchelheim befindet sich einer von drei Brutplätzen im Landkreis Gießen. Er befindet sich auf dem Gelände der Firma Cemex, welches die Fa. Lahnau Recycling gepachtet hat. Hier nutzen die Uferschwalben seit Jahren eine künstlich aufgeschüttete Halde. Gerhard Wiese hat als Vogelschutzbeauftragter für Heuchelheim und Kinzenbach und zweiter Vorsitzende der NABU-Gruppe seit vielen Jahren ein Auge auf die örtliche Uferschwalbenkolonie. Die Anzahl der besetzten Röhren schwankt jährlich zwischen 60 und über 100.

Kürzlich wurde mit den Eigentümern und Pächtern des Geländes vereinbart, dass für die Uferschwalben auch weiterhin eine Brutmöglichkeit zur Verfügung steht. „Dazu gehört nicht nur das Belassen einer Halde, sondern auch Maschineneinsatz, um eine geeignete Steilwand zu schaffen“, wie Gerhard Wiese erklärt. Auch die diesjährige Kolonie mit ihren etwa 80 Brutpaaren wurde durch vorsichtiges Abstützen der Halde auf der Rückseite für die aktuelle Brutsaison gesichert. Kleinere Maßnahmen sprach Wiese immer auf dem „kurzen Dienstweg“ mit dem naturverbundenen Wiegemeister Jörg Lotz ab. Die jetzige Vereinbarung besiegelten Projektmanager Thilo Orgis (Cemex), Ralph Land (Lahnau Recycling) und Gerhard Wiese (NABU Heuchelheim-Kinzenbach).


Text: Tim Mattern

Dezember 2008

NAJU Heuchelheim-Kinzenbach erfolgreich bei Landeswettbewerb

NAJU Heuchelheim-Kinzenbach erfolgreich bei Landeswettbewerb

Beim hessenweiten Ortsgruppenwettbewerb Erhöhung der Biodiviersität der Naturschutzjugend hat die NAJU Ortsgruppe Heuchelheim-Kinzenbach den zweiten Platz errungen.

Man baute ein Insektenhotel an der Streuobstwiese auf der Oberwiese in Heuchelheim. Aus angebohrten Holzscheiben, Backsteinen mit Löchern, hohlen Stängeln und Lehm wurde eine Unterkunft für verschiedene Wildbienenarten gebaut. Im Rahmen der Heuchelheimer Ferienspielaktion ´´Â„Insektenhotel an der Streuobstwiese“ fingen Ferienspielkinder an diese Unterkunft zu bauen. Die Kinder der Naturschutzjugend bauten das Insektenhotel schließlich fertig.

Die Kinder und Jugendlichen hatten bei der Aktion im Sommer viel Spaß, da sie den Lehm mit Füßen und Händen stampften und diesen schließlich an die Insektenwand befestigten.

Die Gruppenleiterin Gitta Spruck und die Betreuer/-innen Günter Schmidt, Doris Jaksch und Martin Henkelmann zeigten sich sehr zufrieden mit dem Engagement und der Bauleistung der Kinder und Jugendlichen.

Die Preisverleihung fand vor der Jahreshauptversammlung der Naturschutzjugend Hessen im Haus der NAJU Hessen in Stangenrod statt. Als Preise bekamen die Gruppe der NAJU OG Heuchelheim-Kinzenbach vier Becherlupen mit einem Anleitungsbuch und einem Ordner mit Naturaktionen verliehen.


31. Oktober 2008

Pflege der Baumscheibe

Die NAJU Kindergruppe pflege zusammen mit ihren Betreuern die Baumcheibe hinter der DLRG Unterkunft. Es wurde Laub entfernt und Pflanzenzwiebeln gesetzt. Die verantwortlichen wünschen sich das die Baumscheibe nicht zerstört wird. Nachdem die Kinder die Baumscheibe gepflegt hatten, wurde Apfelbrei hergestellt. Die Kinder schälten Äpfel und zerkleinerten diese. Die Betreuer kochten diesen und später wurde der Apfelbrei gemeinsam verspeißt.


23. Februar 2008

Heuchelheimer NABU ins Netz gegangen

Heuchelheim (23. Februar 2008) - Nun auch im Internet zu finden, die hiesige Ortsgruppe des Naturschutzbundes Deutschland. Die 1963 als Untergruppe des Kulturrings gegründete "Vogelschutz AG" hat sich kontinuierlich weiterentwickelt und ist auch in der Kinder- und Jugendarbeit sehr aktiv.

Besonderer Schwerpunkt ist laut Angabe auf der "Homepage" des Vereins der Biotopschutz. Hier kooperiert man auch mit der "Grünen Lunge" (Projekt Bahndamm).

Martin Henkelmann hat sich mit grossem Engagement um den Internetauftritt gekümmert, der von der Volksbank Heuchelheim e.G. gesponsert wird.