Chronik

Vereinschronik                                   

 

 

Am 1. Januar 1912 wurde der Musikverein Eintracht durch Bläser aus Hattenhof und Rothemann ins Leben gerufen. Das Stiftungsfest beging man am 06. Jan. 1912 im Saale Kramer in Rothemann. Doch nur zwei Jahre später wurde der Verein durch den Ausbruch des 1. Weltkriegs auseinander gerissen.

Nach dem Krieg trennten sich die Musiker aus Hattenhof und Rothemann, um selbständige Vereine zu bilden. Von nun an wurde regelmäßig geprobt und die Kapelle konnte bei allen kirchlichen und weltlichen Feiern aktiv mitwirken. Im Jahr 1925 wurden die Musiker mit einer einheitlichen Kleidung ausgestattet. Ein Jahr später entschloss man sich zum Kauf mehrerer Instrumente, um einen vollen Klang der Musik zu erreichen. Am 31.07.1927 wurde erstmals ein Musikfest veranstaltet. Auch in den Nachbargemeinden war die Kapelle sehr gefragt. Doch es kam in dieser Blütezeit des Vereins zu Streitigkeiten unter den Musikern, die schließlich zur Amtsniederlegung des gesamten Vorstandes führten. Daraufhin wurde das Vereinseigentum öffentlich versteigert und der Erlös der Kirche gespendet. Von diesem Zeitpunkt an wurde nur noch bei kirchlichen Feiern und Prozessionen im Dorf gespielt.

Dem Interesse junger Musikfreunde ist es zu verdanken, dass der Musikverein im Jahre 1958 wieder ins Leben gerufen wurde. Es wurde wieder regelmäßig geprobt, so dass man am 07.07.1959 in Marbach erstmals am Bundesmusikfest der Musikvereinigung Fulda-Land-West teilnehmen konnte. Der Musikverein stand im Heimatort wieder im Mittelpunkt des kulturellen Lebens.

 

 

Pfingsten 1962 feierte der Musikverein sein 50jähriges Jubiläum. Ein großer Festzug mit Musikkapellen aus den benachbarten Orten bewegte sich zum Festplatz an der Seng´s Bleiche. Mit dem Festverlauf konnte der Veranstalter zufrieden sein. In diesem arbeitsreichen Jahr unternahm man erstmals einen Tagesausflug, welcher in den folgenden Jahren zu einem festen Bestandteil des Vereinsjahres wurde.

 

 

 

 

 

Ein lang gehegter Wunsch der Bevölkerung erfüllte sich mit der Einweihungsfeier der Leichenhalle am 20.11.1966, die der Musikverein musikalisch umrahmte.

Am 04. März 1967 übernahmen der Musik- und der Gesangverein von Hattenhof die musikalische Gestaltung der Einweihung der neuen Mittelpunktschule im Ort. Zu einer Fahrt in die Bundeshauptstadt Bonn, die vom Musikbund Fulda-Land-West durchgeführt wurde, waren auch einige Musiker aus Hattenhof beteiligt. Höhepunkt dieser Fahrt war ein Ständchen für den damaligen Bundeskanzler Dr. Kurt Georg Kiesinger.

Nachdem das alte Pfarrhaus mit Nebengebäuden abgerissen war, konnte am 18.06.1969 das Richtfest für den Neubau gefeiert werden. Mit dem Lied Großer Gott wir Loben Dich, welches von der Blaskapelle intoniert wurde, ging der offizielle Teil zu Ende. Am 30.05.1970 wurde das neue Pfarrzentrum schließlich eingeweiht.

Im Jahr 1970 war der Musikverein Hattenhof Ausrichter des 20. Bundesmusikfestes.

Mit dem Kauf einer Lautsprecheranlage im März 1973 wurde die Palette des Repertoires erweitert; denn nun war es möglich bei Tanzveranstaltungen Musik mit Gesang vorzutragen.

Pfingsten 1973 startete man zu einem mehrtägigen Ausflug per Bus nach Huben/Öztal. In den darauf folgenden Jahren wurden noch mehr als ein Dutzend solcher Busreisen durchgeführt.

Am 15. und 16.06.1974 veranstaltete der Musikverein sein erstes Lampionfest am Rippberg. Dieses beliebte Fest wurde bis Anfang der 90er Jahre zu einem festen Bestandteil im Jahresprogramm. Die Einweihungen der neuen Sportplatzanlage am Rippberg am 28.07.1974 als auch der Tennisanlage am 29.06.1996 wurden von der Blaskapelle feierlich umrahmt. Ein Novum im Vereinsgeschehen war auch die Gestaltung der Barbarafeier des Bermannvereins Neuhof am 14.12.1974.

 

 

 

Im ersten Halbjahr 1975 wurden für die aktiven Musiker maßgeschneiderte, nach eigenem Entwurf gestaltete Uniformen in Auftrag gegeben. Der erste Auftritt in Uniform erfolgte am Schützen- und Volksfest in Bad Neustadt/Saale am 18.06.1975.

 

 

 

Der neue Kindergarten an der Kerzeller Straße wurde am 09.04.1976 seiner Bestimmung übergeben. Bei der Einweihungsfeier wirkte die Kapelle des Musikvereins mit. Ein lang gehegter Wunsch der Feuerwehrkameraden ging mit der Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in der Weiherstraße in Erfüllung. Der Musikverein beteiligte sich am 22.07.1977 bei der offiziellen Übergabe des neuen Gebäudes. Noch im gleichen Jahr wurde eine neue Gesangsanlage angeschafft, da die bisherige Anlage den heutigen Erfordernissen nicht mehr entsprach.

Nachdem der Musikverein schon mehrere Jahre die Barbarafeier in Neuhof musikalisch gestaltet hatte, wurde im Frühjahr 1978 eine schriftliche Vereinbarung mit dem Kaliwerk Neuhof getroffen, in welcher der Musikverein Hattenhof offiziell zur Werkskapelle benannt wurde.

 

Als Bergmannskapelle hatte der Musikverein im Jahre 1979 gleich zwei Höhepunkte: am 24.06.1979 spielte die Kapelle bei der Vereidigung einer Ausbildungskompanie aus Wildflecken auf dem Sportplatz in Kothen. Mit der Teilnahme am Hessentag in Friedberg begann eine neue Ära: Bis zum Jubiläumsfest im Jahr 2012 nahm die Kapelle an 20 Hessentagen teil.

Der Musikverein war im Jahr 1981 mit der Durchführung des 31. Bundesmusikfestes beauftragt. Das viertägige Fest wurde zu einem vollen Erfolg für den Verein.

 Vom 10. bis 14. Juni 1982 feierte man das 70jährige Gründungsfest, bei welchem Pepi Scherfler mit seinen Musikanten vom Königlich Bayerischen Amtsgericht gastierte.

Am 23.06.1983 wirkte die Kapelle bei der Einweihungsfeier des neuerrichteten Bürgerhauses mit. Zum 1. Weihnachtskonzert am 22.12.1984 präsentierte sich die Blaskapelle in ihrer heute noch getragenen Tracht.


 

Im Sommer 1989 gastierte die tschechische Bergmannskapelle  Koletas  in Hattenhof und gab zwei Konzerte im Kolpinghaus Fulda und in der Mehrzweckhalle in Neuhof. Ziel dieser Tournee  war schließlich das Europäische Musikantentreffen in Norwegen, wo diese Formation unter 160 Kapellen den 1. Platz belegen konnte. Unsere Blaskapelle verweilte im September 1990 zu einem 3tägigen Gegenbesuch in Rtyne/Riesengebirge (CSSR), wo wir auf der dortigen großen Freilichtbühne und im Kursaal von Johannesbad konzertante Musik darboten.

 

1992 wurde der 80. Vereinsgeburtstag mit einer 4tägigen Festfolge gefeiert. Kapellen aus nah und fern waren bei uns zu Gast.

Am 14.08.1994 wurde unser langjähriger Pfarrer Eugen Pfahls verabschiedet und sein Nachfolger Michael Rother ins Amt eingeführt. Der Musikverein beteiligte sich sowohl an der Gestaltung der Messe als auch an der öffentlichen Feier im Bürgerhaus.

Vom 05. bis 08.04.1996 waren wir als  Stadtkapelle Sontra  aus Anlass der 25jährigen Städtepartnerschaft in Vimoutiers/Normandie (Frankreich) zu Gast. Wir waren dort an dem reichhaltigen Veranstaltungsprogramm beteiligt.

 

 

Nach Beendigung des Ausbaus der Mittelstraße hatte die Gemeinde am 03.05.1996 zu einem Straßenfest eingeladen, welches von der Blaskapelle musikalisch umrahmt wurde.

Zum 85. Jubelfest hatte unser Verein vom 07. bis 10.05.1997 eingeladen. Zahlreiche Gruppen und Musikkapellen beteiligten sich am großen Festzug.

Der heutige Erzbischof von Bamberg, Prof. Dr. Ludwig Schick, welcher in unserer Pfarrgemeinde viele Jahre als Kaplan wirkte, wurde am 12.07.1998 in Fulda zum Bischof geweiht. Zusammen mit den Musikvereinen Kerzell und Rothemann spielten wir nach der Weihe am Domplatz auf. 

Zu der Einweihung des neuen Backhauses an der Neuhofer Straße am 04.10.1998 hatte der Musikverein die musikalische Umrahmung übernommen.

Eigens für das 25jährige Dirigentenjubiläum von Helmut Goldbach wurde am Feuerwehrgerätehaus ein Zelt aufgebaut. Helmut Goldbach erhielt Auszeichnungen und Geschenke vom Verein als auch von Erich Dörr (Musikbund Fulda-Land-West) und Dr. Norbert Herr (Kreis- und Stadtmusikverband Fulda) und vielen weiteren Ehrengästen.

 

 

Im Zuge der Dorferneuerung wurde auch das Bürgerhaus neu gestaltet. Am 25.11.2000 erfolgte die Einweihung, welche vom Musikverein musikalisch umrahmt wurde.

Mit einem abwechslungsreichen Programm und großem Festzug wurde vom 31.08. bis 02.09.2002 im Bürgerhaus das 90. Gründungsfest gefeiert.

Auf 100 Jahre Vereinsgeschichte konnte der Gesangverein Sängergruß Hattenhof zurückblicken. An den Feierlichkeiten im September 2002 wirkte der Musikverein mit.

Am 25.05.2005 wurde unser Mitglied und langjähriger Pfarrer von der Pfarrei Hattenhof (1966 bis 1994) Eugen Pfahls in seinem Heimatort Alsberg (Bad Orb) beigesetzt. Die Musikkapelle spielte zum letzten Geleit.

Im Rahmen des seit einigen Jahren veranstalteten Biergartenfestes wurde am 20. und 21.09.2007 das 95jährige Stiftungsfest gefeiert.

Die KfD Hattenhof feierte am 13.04.2008 ihren 100. Geburtstag. Der Musikverein umrahmte die Feierlichkeiten im Bürgerhaus.

Die Teilnahme an den alljährlich sich wiederholenden kirchlichen Veranstaltungen (Prozessionen, Oster- und Weihnachtsmesse etc.) ist eine Selbstverständlichkeit. Zu den alljährlichen Veranstaltungen gehörten auch von 1973 bis 1999 der Lumpenball (Faschingsdienstag), von 1974 bis 1995 das Lampionsfest am Rippberg, von 1983 bis 2010 die IVV-Wandertage, von 1984 bis heute das Weihnachtskonzert und seit 2001 das Biergartenfest im Bürgerhaus. Seit 1979 wird eine Freundschaft mit dem Spielmanns- und Musikzug Blau-Weiß Recke-Espel aus Westfalen gepflegt.

Seit 1974 tritt der Musikverein als Bergmannskapelle bei Veranstaltungen und betriebsbedingten Feiern auf. Die Bergmannskapelle spielte u.a. in der Steiermark und Kärnten (Österreich), in der Tschechoslowakei und in Frankreich.

 

Nachfolgend sind die Vorstandmitglieder des Musikvereins Eintracht 1912 chronologisch aufgeführt:

 

1. Vorsitzender

Ferdinand Weber                1912 bis 1927           Reinhold Weß      1975 bis 1983

Cornelius Raab                   1927 bis 1929           Reinhold Heil       1983 bis 1986

August Heil                           1958 bis 1962           Gerhard Vogel      1989 bis 2003

Roland Goldbach                1962 bis 1967           Willi Schwab          2003 bis 2008

Norbert Goldbach                1967 bis 1972           Uwe Goldbach seit 2008

Heribert Heil                         1972 bis 1975

 

2. Vorsitzender

Karl Heil                                1927 bis 1929           Heribert Heil         1986 bis 1988

Alfred Krauser                      1958 bis 1962           Lothar Happ         1988 bis 1992

Hermann Vogel                   1962 bis 1967           Matthias Huck      1992 bis 1994

Alfred Krauser                      1967 bis 1968           Elmar Greif           1994 bis 1998

August Heil                           1968 bis 1972           Willi Schwab        1998 bis 2003

Reinhold Weß                      1972 bis 1975           Gerhard Vogel      2003 bis 2009

Heribert Heil                         1975 bis 1983           Michael Sauer      2009 bis 2016

Reinhold Weß                      1983 bis 1986           Maximilian Heil    ab 2016

 

1. Kassierer

August Fuß                           1912 bis 1919           Roland Goldbach 1965 bis 1967

Eligius Rehm                       1919 bis 1927           Kurt Rehm             1967 bis 1983

Eduard Heil                          1927 bis 1928           Lothar Heil             1983 bis 1998

Eligius Rehm                       1928 bis 1929           Christina Schröder 1998 bis 2000

Roland Goldbach                1958 bis 1962           Klaus-Dieter Huck 2000 bis 2011

Reinhold Weß                      1962 bis 1965           Rebekka Möller (Kreß) seit 2011

 

2. Kassierer

Hermann Rehm                    1927 bis 1929           Kurt Rehm              1983 bis 1988

Norbert Goldbach                 1958 bis 1960           Klaus-Dieter Huck 1988 bis 1998

Robert Kramm                      1960 bis 1963           Petra Kirsch            1998 bis 2003

Kurt Rehm                            1963 bis 1965           Michael Goldbach   2003 bis 2004

Roland Goldbach                1965 bis 1967           Kurt Rehm              2004 bis 2005

Lothar Heil                            1967 bis 1973           Rebekka Kreß       2005 bis 2011

Roland Goldbach                1973 bis 1978           Fabian Kreß          2011 bis 2012

Lothar Heil                            1978 bis 1983          Victoria Drechsler seit 2012

 

 

1. Schriftführer

Josef Hillenbrand 1912 bis 1919,Hermann Hartmann 1919 bis 1926 (+), Valentin Weß 1926 bis 1929, Karl Bug 1958 bis 1962, Alfred Vogel 1962 bis 1975, Gerhard Vogel 1975 bis1984, Michael Goldbach 1984 bis 1992, Norbert Greif 1992 bis 1993, Michael Goldbach 1993 bis 1997,Norbert Greif 1997 bis 1999, Lothar Heil 1999 bis 2000, Michael Goldbach 2000 bis 2003, Rebekka Raab 2003 bis 2011, Olaf Goldbach seit 2011

 

2. Schriftführer

Josef Goldbach 1927 bis 1929, Alfred Vogel 1960 bis1962, Karl Bug 1962 bis 1967, Hermann Vogel 1967 bis 1972, Gerhard Vogel 1972 bis1975, Alfred Vogel 1975 bis 1984, Gerhard Vogel 1984 bis1989, Norbert Greif 1989 bis 1991, Uwe Goldbach 1991 bis1993, Norbert Greif 1993 bis 1997, Melanie Goldbach 1997 bis 2000, Rebekka Kreß 2000bis 2002, Rebekka Raab 2002 bis 2003, Rebekka Kreß 2003 bis 2005, Victoria Drechsler (Heil) 2005 bis 2011, unbesetzt 2011bis 2012, Pia Grohmann seit 2012

 

Dirigenten

Ferdinand Weber 1912 bis 1929, Franz Spiller 1958 bis 1962, Alfred Krauser 1962 bis 1967, Franz Spiller 1967 bis1974, Helmut Goldbach seit 1974